mitgedacht Denkmodelle

Begriffe, die organisatorische Probleme klarer machen.

Viele Probleme wirken im Alltag unscharf. Mehr Arbeit, zu viele Rückfragen, langsame Entscheidungen oder der Wunsch nach einem neuen Tool. mitgedacht nutzt wenige klare Denkmodelle, um zu unterscheiden, wo die eigentliche Ursache liegt.

01

Kapazitätsproblem oder Strukturproblem?

Ein Kapazitätsproblem bedeutet, dass bei klaren Rollen und funktionierenden Abläufen tatsächlich mehr Arbeit vorhanden ist, als mit der verfügbaren Zeit bewältigt werden kann. Ein Strukturproblem bedeutet, dass Arbeit durch Rückfragen, doppelte Bearbeitung, unklare Übergaben oder fehlende Zuständigkeiten zusätzlich entsteht.

Mehr Hände lösen kein Strukturproblem.

02

Der operative Knotenpunkt

Ein operativer Knotenpunkt entsteht, wenn Rückfragen, Freigaben und Entscheidungen regelmäßig bei derselben Person zusammenlaufen. Häufig ist das die Geschäftsführung. Das Problem liegt dann nicht zuerst in deren Zeitmanagement, sondern in den Entscheidungswegen der Organisation.

Wenn alles bei einer Person zusammenläuft, fehlt der Organisation ein verlässlicher Entscheidungsweg.

03

Verstehen kommt vor Verändern

Veränderungen beginnen nicht mit einer Methode, Software oder fertigen Lösung. Zuerst wird verstanden, wie Arbeit tatsächlich läuft, warum bestimmte Abhängigkeiten entstanden sind und wo Reibung ihre Ursache hat.

Erst verstehen, dann gezielt verändern.

04

Organisieren vor Automatisieren

Automatisierung ist erst dann sinnvoll, wenn Auslöser, Verantwortung, Informationen, Abschlusskriterien und Ausnahmen geklärt sind. Technik kann einen guten Prozess beschleunigen, aber organisatorische Unklarheit nicht lösen.

Automatisierung verbessert einen geklärten Prozess. Sie klärt ihn nicht.

05

Alltagsfähigkeit

Eine Rolle, ein Prozess oder eine neue Struktur ist nicht deshalb gut, weil sie sauber dokumentiert ist. Sie ist gut, wenn Menschen im tatsächlichen Arbeitsalltag damit zuverlässig arbeiten und entscheiden können.

Eine Struktur ist erst gut, wenn sie im Alltag trägt.

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Organisatorische Reibung

Organisatorische Reibung ist vermeidbarer Aufwand, der nicht aus der eigentlichen Leistung entsteht, sondern aus unklaren Zuständigkeiten, fehlenden Informationen, unnötigen Freigaben, Doppelarbeit und schwachen Übergaben.

Reibung ist häufig kein Leistungsproblem. Sie ist ein Hinweis auf fehlende Klarheit.

Diese Denkmodelle entstehen in der Praxis.

Wie mitgedacht mit diesen Begriffen in der Organisationsentwicklung arbeitet, steht auf der Seite zur Organisationsentwicklung. Praxisnahe Beispiele und Einordnungen finden Sie im mitgedacht Blog.